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FRANKFURTER SPORTGALA

Die Sportler des Jahres feiern

Von KATJA STURM

Quelle: Frankfurter Rundschau / 26 November 2011

 


Festliches Flair bei der Sportgala in Frankfurt.

Die erste Frankfurter Sportgala vereint mehr als 900 Aktive, Freunde und Förderer. Dabei präsentiert sich die Ballsporthalle ganz im festlichen Weiß.

Es war ein Abend der Helden. Derer, die sich trotz allerlei kleiner oder größerer Unwägbarkeiten in den vergangenen Monaten herausragende sportliche Erfolge erarbeitet hatten. Derer, die, wie Sportdezernent Markus Frank (CDU) in seiner verspäteten Eröffnungsrede betonte, dank ihrer Persönlichkeit immer wieder „den Schweinehund überwunden“ und sich in entscheidenden Momenten selbst übertroffen hatten. Doch auch derer, die sie dabei unterstützen oder dafür sorgen, dass „Sport zum Inbegriff modernen Lebens junger Menschen“ wird. „Auch das“, so Frank, „ist eine große Leistung.“

Mit der Premiere der ersten Frankfurter Sportgala wollte die Stadt all jenen ein besonderes Dankeschön bereiten. Ganz in Weiß und somit ungewohnt elegant präsentierte sich dafür die Ballsporthalle. Nur für das, worum es ging, war angesichts der langen Tische auf dem sonst als Spielfeld genutzten Parkett wenig Platz. Deshalb hatten einige Spitzenathleten, die ihr Können in einem der Showblöcke live hätten präsentieren sollen, sogar wieder ausgeladen werden müssen.

Hier 2 Bilder von mehreren:


Mehr als 900 Aktive, aber auch Freunde und Förderer des Sports hatten indes die Einladung angenommen, darunter die Leichtathletik-Olympiasiegerin Heike Drechsler, die aus Karlsruhe herangedüst kam, und Katrin Dörre-Heinig, die dreimalige Gewinnerin des Frankfurt-Marathons. Einige derer, die eine Hauptrolle hätten spielen können, mussten dagegen der Pflicht den Vorrang geben, etwa die erfolgreichen Schwimmer der SG Frankfurt um den deutschen 100-Meter-Freistil-Rekordhalter Marco di Carli, die zeitgleich bei der deutschen Kurzbahn-Meisterschaft in der Wuppertaler Schwimmoper um Medaillen und Titel kämpften. Immerhin die beiden Wahlsieger beim Kampf um die erstmals vergebenen Titel der Sportler und der Sportlerin des Jahres, Ruderer Marcel Hacker und Hammerwurf-Weltrekordlerin Betty Heidler, hatten sich freinehmen können. Für Hacker, der am gleichen Tag noch einen Ergometertest in Dortmund hatte ablegen müssen, gehörte der Abend bei spektakulärem Feuertanz und warmem Büffet zu den letzten entspannten, die er vor dem Auftakt der eigentlichen Olympiavorbereitung genießen durfte. Am Ende seines seit der Weltmeisterschaft im Sommer andauernden Heimaturlaubs in seinem Wahlwohnort Blankenburg im Harz wird der für die RG Germania rudernde Familienvater am 2. Dezember nach Portugal zum ersten von mehreren Trainingslagern aufbrechen, mit denen er sich fitmachen will für die für London ausgerufene Mission Gold im Einer.

Auch Basketballer Pascal Roller ließ sich den Auftritt an dem Ort, an dem er so viele Höhen und Tiefen mit den Skyliners erlebt hatte, nicht nehmen. Der langjährige Kapitän, der sich vor der jetzt für sein Team nicht gerade zufriedenstellend verlaufenden Saison aus dem Profisport verabschiedet hatte, erhielt einen Ehrenpreis für seine herausragende sportliche Karriere. Und wird, wie er ankündigte, schon am Sonntag erneut in der Ballsporthalle sein, um die schwächelnden Riesen von der Tribüne aus bei der Korbjagd zu unterstützen. Dann, versicherte Frank, werde die Ballsporthalle auch wieder sporttauglich sein.